GEOTECHNIK


Geologie und Hydrogeologie – Hochwasserschutz Volkmarsen, ST Ehringen

Auftraggeber:
Hess. Was­ser­verband Diemel

Leistungsart: Erkundungsmaßnahme entsprechend HOAI, § 92, 1 - 3 Geotechnische Untersuchungen und Beratung,  Standsicherheits­nachweise, QSP; Bauüberwachung
Ausführungs­zeitraum: 2004/ 2006 bis 2008

Zum Schutz vor Hochwasserereignissen plant der Hessische Wasserverband Diemel die Errichtung eines Hochwasserschutzdammes mit ca. 48.000 m³ Schüttvolumen im Bereich Volkmarsen, Stadtteil Ehringen. Die SIG-HESSEN INGENIEURE wurden damit beauftragt, die geotechnischen Arbeiten durchzuführen.

Zur Bewertung der örtlichen Situation wurden Kleinbohrungen und Rammsondierungen abgeteuft, Pegel ausgebaut und Baggerschürfe angelegt. Aufgrund der festgestellten geologischen und hydrologischen Situation wurden Empfehlungen hinsichtlich der Ausführung des Dammes als homogener Erddamm aufgrund der inhomogenen Untergrundbedingungen und zur statischen Vorkonsolidation durch Überhöhen des Dammes in Verbindung mit einer Sohl- und Flankenbewehrung aus Geokunststoffen gegeben.

Die Standsicherheitsbetrachtungen wurden in Kooperation der SIG-HESSEN INGENIEURE mit der TU-Clausthal, Herr Prof. Meyer, durchgeführt. Auf Grundlage der Ergebnisse der Baugrunduntersuchung und der resultierenden Bodenkennwerte wurden Untersuchungen der Standsicherheit gegen Böschungsbruch, Grundbruchsicherheit am Dammfuß sowie der Gleitsicherheit der Dammfüße durchgeführt.

Im Zuge des Einbaues der einzelnen Komponenten werden kontinuierlich Kontrollen der Einbau- und Materialqualität durchgeführt. Der Verlauf der Setzungen wurde durch regelmäßige Messungen beobachtet.



Hochwasserschutz „Schardeich“, Wetzlar

Auftraggeber:
Buderus Edelstahl GmbH, Wetzlar

Ausfüh­rungs­zeitraum: 2007 bis 2008

Die SIG-HESSEN INGENIEURE wurden durch die Buderus Edelstahl GmbH mit der Geotechnischen Vorerkundung, hydraulischen Untersuchungen, Stand­sicherheitsberechnungen und der Ausführungsplanung zu der vorgesehenen Baumaßnahme Hochwasserschutzdamm Dillfeld „Schardeich“ für ein HQ 100 beauftragt.
Hintergrund zu der geplanten Maßnahme ist die durch die Buderus Edelstahl im Vorgriff auf die Gesamt­maßnahme Hochwasserschutz Dillfeld geplante Erstellung des ca. 285 m langen und i.m. etwa 1,5 m hohen Hochwasserschutzes „Schardeich“ auf dem Werksgelände der Buderus Edelstahl. Der Hochwasserschutz ist  ein Teil des Gesamtkonzeptes „Hochwasserschutz Dillfeld“ und liegt im Verantwortungs-bereich der Buderus Edelstahl.
Die grundsätzliche Eignung des Systems wurde nach einer Variantenbetrachtung für einen Damm mit Schmalwand­­dichtung, mit Bodenaustausch und einer Spundwand, unter den durch die SIG-HESSEN INGENIEURE festgestellten geologischen und hydrologischen Bedingungen durch eine hydro­logische Simu­lation im Auftrag der SIG-HESSEN an der TU-Clausthal überprüft. Fazit dieser Simulation ist, dass bei der Ausführung einer Untergrund­abdichtung bis komplett über den aufgefüllten Horizont nach Kompletteinstau eine Sicherheit von 2 Tagen gegen Unterströmung gegeben ist.

 

Hochwasserschutz „An der Lumda“

Auftraggeber:
Firma Bodenia GmbH

Ausfüh­rungs­zeitraum: 2001 bis 2002

Die SIG-Hessen Ingenieure wurden durch die bauausführende Fa. Bodenia GmbH, Borken, mit der geotechnischen Prüfung und Beratung bei der Herstellung der Hochwasserrück­haltebecken an der Lumda, „Hammer­loch­brücke“ und „Am Weidwiesengraben“, im Zuge der Baumaßnahme Hochwasserschutz an der Lumda – Los 1 – Reaktivierung von Retentionsräumen an Lumda und Weidwie­seng­raben, Renaturierung des Weidwiesengrabens, beauftragt. Bauherr der Maßnahme war der Wasserverband Lumdatal. Durch die SIG-Hessen Inge­nieure wurden baubegleitend in 2001/2002 Einbaukontrollen und Laborun­ter­suchun­gen zur Bestimmung der bodenme­cha­nischen Eigenschaften des Dammbaumaterials durchgeführt. Insgesamt wurde ca. 7.500 m³ Bodenmaterial eingebaut. Ungestört entnommenen Proben wurden im Labor auf die Einbauparameter Dichte und Wassergehalt sowie auf die Wasserdurchlässigkeit untersucht. Gestörte Materialproben dienten zur Bestimmung der Proctordichte, der Kornverteilung und zur Überprüfung des Reibungswinkels durch direkte Scherversuche. Aufgrund der Witterungseinflüsse musste bereichsweise Material aufgekalkt werden. Die notwendigen Zugabenmengen wurden im Abgleich mit den Anforderungen an das Dammbaumaterial und den boden­mechanischen Eigenschaften ermittelt. Die Maßnahme konnte nach der witterungsbedingten Winterpause, in 2002 fertig gestellt werden.